The Great Ocean Road

16 Dezember 2006 von J.N Kommentieren »

not london bridgeVon Melbourne nach Adelaide. Es ist zwar nicht die kuerzere, soll dann aber doch die aufregendere Strasse sein: Die Great Ocean Road.
- In drei Tagen und zwei Naechten alles Sehenswerte entlang der Strecke -

Es ist so ungefaehr der Touristenstandard. Man kann es gut mit einem Auto oder einem Bus machen. Da ich weder ein eigenes Auto noch einen Bus habe, musste ich mich einer Tour anschliessen. War auch insgesamt nicht die schlechteste Entscheidung. Zwar wird man im Japanese-Style von einem Photospot zum anderen gelenkt; waere man ohne Gruppe unterwegs gewesen, haette man aber auch kein Gefuehl von Einsamkeit haben können. Die Strasse war voll von Ausflugsbussen, Campern und anderen Motorisierten.

12 ApostelKuesteDie meiste Zeit schlaengelt sich die Strasse direkt an der Kueste, entlang an den sehenswerten Straenden und Steilkuesten. Darueber etwas zu sagen ist wirklich schwierig, da die Bilder vielmehr ausdruecken. Kein Abenteuer, aber die Zeit war es wert.

Die Tour selbst bestand aus 15 Leuten, Israelis, Hollaender (“the dutchies”) und Deutschen, angefuehrt von unserem Busfahrer, Koch und Tourguide namens Barnie. Dieser Mann hatte einen langen Bart und nachdem ein Kind auf der Strasse ihn “Santa” nannte, mussten wir diesen Witz nicht mehr nur hinter vorgehaltener Hand reissen. Er wirkte so, wie man sich einen Australier vorstellte, er machte Sandwiches zum Lunch, kuemmerte sich um das Brekkie und Barbie (=breakfast und BBQ; australisch oder Kindersprache?) und gab den Hollaendern ihren Namen.
StrandIrgendwie ist das Wetter auch nicht so gewesen, wie man es in Australien erwartet. Baden war nicht, trotz der edlen Straende, die sich wie in einem Reisekatalog anfuehlten. Wahrscheinlich faehrt Barnie sonst Japaner rum, gemessen an der Anzahl aehnlicher Straende an denen wir zum Fotographieren hielten.

kaenguruhkoalaIm Uebrigen gab es noch einen Grund zum anhalten. Wie Barnie schon richtig erahnte sind die australischen Tiere ein beliebtes Objekt. Ich glaube die Tiere wissen und geniessen dass auch. Die quietschenden Reifen eines Busses, dass Trampeln einer Horde Touristen, alles nur weil sie so nichtsahnend durch den Busch huepfen…

Ich im ParkOk, meistens huepfen sie ja nicht entlang der Kueste. Wir haben aber die zweite Haelfte der Tour im Nationalpark “The Grampians” verbracht und dort und auf dem Weg dorthin sind uns die Tiere begegnet. Nicht zu vergessen den Zwischenstopp in Victorias (das ist der Bundesstaat, der Melbourne umgiebt) groesster Kaesefabrik – selbst wenn ich Kaese nicht so leidenschaftlich hasen wuerde, waere mir das komisch vorgekommen.

bushesDer Park selbst war meistenteils runtergebrannt, Buschfeuer sei dank. Das sieht sehr lustig aus. Es ist nicht alles tot, um die kohleartigen Bäume ranken sich gruene Pflanzen und der ehemals komplett schwarze Boden hat eine kleine Grasschicht bekommen.

StauseeDas ist natuerlich nicht alles, sonst haetten sie den Park auch schliessen koennen. Mit dem Aborigines-Museum zusammen, haette sie sicherlich nicht weiter gestoert. Fantastisch ist die Aussicht in die Steppe hinein, ich mag den Blick auf den Damm, der allerdings kuenstlich angelegt ist (im Nationalpark?), um die umliegenden Felder zu bewaessern.

WasserfallDas Beste zum Schluss ist dieser Wasserfall. Wirklich schoen, wenn man bedenkt, dass Sued-Australien im Moment Wassersparstufe 2 hat, die Leute also nur noch alle zwei Tage Wasser verschwenden duerfen.

Sagen muss man auch, dass nicht nur die Tage lustig waren. Auch die Abende hatten es in sich – langweilig wurde es nicht.

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